Zuschuss für ein Umzug von Menschen mit einer Behinderung: Wir sagen dir genau was Menschen mit einer Behinderung beim Umzug alles zusteht.

Zuschuss Umzug schwerbehinderte

Zuschuss Umzug Schwerbehinderte Für schwerbehinderte Menschen oder pflegebedürftige gilt ein Umzug in eine passende Wohnung als Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes. Da ein Wohnungswechsel teuer werden kann, hilft die Pflegekasse mit einem Zuschuss. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, erfährst du in diesem Beitrag.

Das erwartet Dich in diesem Artikel:

Umzugsunternehmen für den gesundheitlich bedingten Wohnungswechsel

Umzüge sind zeit- und kostenintensiv und nicht selten ein logistisches Problem. Sie sind notwendig, wenn sich die persönliche Situation ändert, beispielsweise aufgrund einer plötzlich entstandenen Behinderung.

Dann braucht es eine Wohnung, die ohne Treppen zugänglich ist. Oder größeren Wohnraum, in dem es sich als Rollstuhlfahrer leben lässt.

Sollten Umbaumöglichkeiten der bisherigen Wohnung nicht möglich sein, kannst du einen Zuschuss für den Umzug für Schwerbehinderte oder pflegebedürftige Personen beantragen.

Um einen Wohnungswechsel so stressfrei wie möglich durchzuführen, sind professionelle Umzugsunternehmen eine große Hilfe. Sie übernehmen das Ein- und Auspacken, demontieren die Möbel und bauen sie in der neuen Wohnung wieder auf.

Dabei sind viele Unternehmen mit der speziellen Situation vertraut, vor der Schwerbehinderte und Senioren bei einem Wohnungswechsel stehen. 

Die Pflegegrade - Voraussetzung für Kostenübernahme

2. Zuschuss für Schwerbehinderte und pflegebedürftige Personen – was kostet ein Umzug

Das Leben mit einer schweren Behinderung ist nicht nur anstrengend, sondern auch kostenintensiv. Kommt dann ein Wohnungswechsel hinzu, steht die Frage im Raum, wer das bezahlen soll. Hilfe kommt in diesem Fall von der Pflegekasse, die bei einem begründeten Antrag einen Zuschuss für den Umzug bezahlt oder diesen komplett finanziert.

Dafür steht ein Betrag von maximal 4000 Euro zur Verfügung. Du fragst dich bestimmt Was kostet ein Umzug überhaupt  wir helfen dir dabei so stressfrei wie möglich umzuziehen.

Bei Umzügen entstehen nicht nur Kosten für das Umzugsunternehmen, die mehrere hundert Euro betragen. Wir helfen dir dabei ein Umzugsunternehmen zu finden das perfekt zu deiner Situation passt und das komplett kostenlos.

Auch eine neue Wohnung kann unter Umständen erst dann bezogen werden, wenn diese auf die individuellen Bedürfnisse des Mieters zugeschnitten ist.

Braucht es behindertengerechte Möbel oder einen anderen Fußbodenbelag, kommen schnell hohe Kosten zusammen. Auch für diese Dinge steht der Kostenzuschuss zur Verfügung und macht es möglich, dass eine plötzlich eintretende Behinderung nicht zur Kostenfalle wird.

Doch wer darf diese finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen?

3. Die Pflegegrade – Voraussetzung für Kostenübernahme

Senioren und schwerbehinderte Menschen, die einen Pflegegeldstufe besitzen, können einen Zuschuss für den Umzug bei der Krankenkasse beantragen.

Nur mit einem zugeteilten Pflegegeldstufe von 1 bis 5 hast du Anspruch auf den finanziellen Zuschuss bei Umzügen oder dem Umbau in eine behindertengerechte Wohnung.

Stellst du für dich oder einen pflegebedürftigen Angehörigen erstmals einen Antrag auf einen Pflegegrad, erfolgt zuerst eine Begutachtung des gesundheitlichen Zustandes.

Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) prüfen dabei die noch vorhandene Selbstständigkeit des Antragstellers. Die Entscheidung über die Höhe des Pflegegrades liegt in den Händen der Pflegekasse.

3.1. Pflegegrad 1

Für jeden Pflegegrad werden unterschiedliche Geld- und Sachleistungen durch die Pflegeversicherung bereitgestellt. Wer jedoch den Pflegegrad 1 erhalten hat, ist davon teilweise ausgenommen. Beispielsweise erhalten die Pflegegrade 2 bis 5 folgende Leistungen:

  • Monatliches Pflegegeld
  • Monatliche Pflegesachleistungen
  • Monatliche Gelder für die Tages- und Nachtpflege
  • Jährliche Gelder für die Kurzzeitpflege
  • Jährliche Gelder für die Verhinderungspflege
  • Monatliche Gelder für die vollstationäre Pflege
  • Monatliche Gelder für Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Mit dem Pflegegrad 1 bekommst du von diesen finanziellen Mitteln nur den monatlichen Zuschuss für Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 125 Euro.

Obwohl die Selbstständigkeit bei Pflegegeldstufe 1 nur geringfügig beeinträchtigt ist, wird auch in diesem Fall der Zuschuss für einen erforderlichen Umzug in voller Höhe von maximal 4000 Euro gezahlt.

 Schwerbehinderte und Senioren beim Umzug

4. Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung

Die Kostenübernahme erfolgt, wenn 

  • die pflegebedürftige oder schwerbehinderte Person mindestens den Pflegegrad 1 besitzt
  • der Umzug eine selbstständigere Lebensführung oder eine verbesserte häusliche Pflege zulässt
  • der neue Wohnraum durch die Pflegekasse als geeignet befunden wurde

5. Welche Leistungen übernimmt die Pflegekasse bei Umzügen?

Bei einem begründeten Wohnungswechsel übernimmt die Pflegekasse folgende Kosten:

  • Materialkosten (Umzugskartons)
  • Arbeitslohn
  • Montage und Demontage der Möbel

Diese Kostenübernahme erfolgt nicht nur bei Umzügen innerhalb Deutschlands, sondern auch bei einem Wohnungswechsel innerhalb eines Wohngebäudes.

6. Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes

Die Pflegekasse hilft nicht nur bei den Umzugskosten. Muss eine Wohnung verändert werden, damit sie den Bedürfnissen eines pflegebedürftigen Menschen entspricht, kann ein Antrag auf Umzugskosten und Renovierungskosten gestellt werden.

Das bedeutet, dass die Pflegekasse auch die Kosten für einen Umbau bezahlt. In diesem Fall können der Senior oder die schwerbehinderte Person in ihrem vertrauten Umfeld bleiben, während die Wohnung den Bedürfnissen angepasst wird.

Dazu gehören beispielsweise die Schaffung eines barrierefreien Einganges, das Absenken der Türgriffe oder Oberschränke, damit sich diese aus dem Rollstuhl erreichen lassen. Müssen Möbel umgebaut oder das Bad barrierefrei erneuert werden erhalten, gibt es auch dafür die Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung.

Auch bei einem Umzug mit behindertem Kind müssen die Räumlichkeiten dem Alter und der Behinderung des Kindes angepasst werden, was kostenintensiv ist. In diesem Fall kann ein genehmigter Umbau der vorhandenen Wohnmöglichkeiten die richtige Wahl sein.

Bei erwachsenen Personen wird Wert darauf gelegt, dass die pflegebedürftige oder schwerbehinderte Person in ihrem gewohnten Umfeld bleibt und nicht in einem Pflegeheim leben muss.

Solange ein selbstständiges Wohnen durch Umbaumaßnahmen möglich ist, wird dieser Maßnahme vor einer kostenintensiven Heimbetreuung Vorrang gegeben.

Umzugsunternehmen für den gesundheitlich bedingten Wohnungswechsel

Tipps

  1. Lasse dir vor dem Umzug von der Pflegekasse bestätigen, dass diese die Kosten übernimmt und erhalten so den Zuschuss.
  2. Lege ein Pflegetagebuch an, um bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst den Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person genau beschreiben zu können. Eine detaillierte Beschreibung erhöht die Chancen auf einen fairen Pflegegrad und somit auf einen Zuschuss.
  3. Du kannst den Service eines Umzugsunternehmens auch bei einem Wohnungswechsel innerhalb eines Wohngebäudes nutzen.
  4. Stelle den Antrag auf Zuschuss für Umzug Krankenkasse so früh wie möglich, da behördliche Wege ihre Bearbeitungszeit brauchen.
  5. Bevor du einen Wohnungswechsel planst, prüfe die Möglichkeit eines Zuschusses für den Umbau in eine behinderten gerechte Wohnung.
  6. Informiere dich bei dem Umzugsunternehmen im Vorfeld, welche Dienstleistungen dieses bei Umzügen für behinderte Personen zusätzlich anbietet. Frage bei der Pflegekasse nach, ob diese Dienstleistungen ebenfalls anerkannt werden.