Der Umzug nach Rumänien – Ein schönes Auswanderziel

Umzug nach Rumänien mit einer Umzugsfirma

Der Umzug nach Rumänien erwarten dich atemberaubende Berge, wunderschöne Strände, freundliche Menschen und eine köstliche Küche. Doch noch ist das Auswandern in dieses südosteuropäische Land ein Geheimtipp. 

Das erwartet dich in diesem Artikel:

Wie du durch einen Umzug deine Lebenshaltungskosten senkst, welche Behördengänge nötig sind sowie weitere Tipps, damit der Umzug in deine neue Wahlheimat klappt, gibt es hier.

Auswandern in das Land von Graf Dracula

Graf Draculas Heimat war das sagenumwobene Transsilvanien (auf Deutsch auch Siebenbürgen genannt). Das heutige Rumänien ist ein deutlich moderneres Land. Zu den größten Vorteilen des Balkanstaates zählt, dass alles dort äußerst erschwinglich ist.

Eine durchschnittliche 2-Zimmer-Wohnung in einer mittelgroßen Stadt kostet ungefähr 300 Euro. Einige Städte wie Bukarest, Cluj-Napoca oder Sibiu sind für rumänische Verhältnisse teurer. Aber das mit dem Preisgefälle zwischen Stadt und Land gibt es fast überall.

Ein weiterer Vorteil ist das schnelle Internet. Wenn du beruflich auf schnelles Internet angewiesen bist (per Netzwerkkabel oder Wi-Fi), wirst du von deiner neuen rumänischen Heimat positiv überrascht sein.

Regelmäßig landet das Land in den Top-10 der schnellsten Internetgeschwindigkeiten der Welt. Richtig gehört. Die Top-10 der Welt. Zahlreiche Digital Nomads und Selbstständige haben deshalb bereits zu ihrer Heimat gemacht.

Kosten für Lebenshaltung, Situation auf dem Arbeitsmarkt

Wie bereits erwähnt, sind die Lebenshaltungskosten, also alles von der Miete über die Transportkosten und Ausgaben für Unterhaltung bis hin zu den Preisen von Lebensmitteln, insgesamt günstiger als in Deutschland und Westeuropa.

Vor allem dann, wenn du in Euro oder US-Dollar bezahlt wirst, ist es billig. Grob gesagt kannst du bei der Umrechnung jeden Euro mal 4,8 nehmen. Denn aktuell ist ein Euro etwa 4,8 Rumänische Lei wert. Das macht das Leben und Wohnen zu einer preiswerten Angelegenheit.

Vorsicht allerdings, wenn dein Umzug der Arbeit wegen geplant ist. Einerseits schwankt der Wechselkurs.

Andererseits sind die Einkommen auf dem lokalen Arbeitsmarkt entsprechend niedrig. Laut der Weltbank liegt das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraft (Pro-Kopf-BIP nach KKP) bei 27.520 USD (2018).

Im Vergleich zum deutschen Pro-Kopf-BIP nach Kaufkraft, das bei 56.052 USD liegt, ist das ein ganz anderes Niveau.

Seit Januar 2020 gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn, der je nach Qualifizierung zwischen 2.230 und 2.350 Lei pro Monat liegt. Das entspricht grob einem monatlichen Mindestlohn von 460 bis 490 Euro.

Im Idealfall sorgst du also dafür, dass dein rumänischer Arbeitsvertrag in Euro oder US-Dollar ausgestellt ist und du nach dem Umzug weiterhin ein in Westeuropa übliches Geld verdienst.

Stressfrei nach Rumänien umziehen

Das rumänische Steuersystem

Das Steuersystem funktioniert anders als in Deutschland. Rumänische Staatsangehörige werden auf ihr weltweites Einkommen besteuert (mit Ausnahme von Einnahmen aus dem Ausland für im Ausland erbrachte Arbeit).

Wohnhafte ausländische Personen werden hingegen nicht auf ihre weltweiten Einkünfte, sondern nur auf erwirtschaftetes Einkommen (also Lohn/Gehalt, Rente, Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, Immobiliengeschäften, Urheberrechten oder Zinsen etc.) besteuert.

In der Regel gilt ein pauschaler Einkommensteuersatz von 10 %. Es handelt sich um ein Flat-Rate-System. Eine Progression wie in Deutschland gibt es nicht. Damit hat das Balkanland neben Bulgarien den niedrigsten Einkommenssteuersatz in der gesamten EU.

Einreise und Leben

Rumänien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union. Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige daher schon mit einem Personalausweis möglich.

Eine Besonderheit gibt es jedoch: Trotz der EU-Mitgliedschaft gehört der Balkanstaat nicht zur Schengen-Zone. Deshalb bleiben vorerst die Personenkontrollen an den Binnengrenzen bestehen.

Darüber hinaus gilt das europäische Freizügigkeitsgesetz. Als EU-Bürger kannst du zuerst ohne Erlaubnis dort wohnen und arbeiten.

Erst dann, wenn dein Aufenthalt länger als drei Monate dauert, musst du dich bei den rumänischen Behörden anmelden. Bei der Anmeldung sind mehrere Unterlagen notwendig, die belegen, dass für deinen Unterhalt gesorgt ist.

Tipp: Nach fünf Jahren im Land kannst du eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen.

Danach erhältst du eine Karte, die dein Daueraufenthaltsrecht bescheinigt. Die Karte für die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung ist zehn Jahre lang gültig. Bei Jugendlichen bis 14 Jahre ist sie fünf Jahre gültig.

Identifikationsnummer

Die rumänische Identifikationsnummer (genannt CNP, was für „code numeric personal“ steht) brauchst du, um grundlegende Dinge des Lebens zu regeln. Ohne diese Personenkennnummer kannst du kein Bankkonto eröffnen und keinen Telefonanschluss erhalten.

Auch Ämter und Behörden, Schulen und Universitäten sowie Versicherungsunternehmen nutzen die CNP zur Identifizierung. Alle Bürger haben eine solche Nummer.

Erhältlich ist sie beim Innenministerium. Eine interessante Sache ist die Zahl ganz vorne. Männer haben je nach Geburtsjahr eine 1/3/5/7 und Frauen eine 2/4/6/8. Ausländer hingegen haben eine 9 als erste Zahl der CNP.

Wohnen in Rumänien: Wohnungssuche und Gesundheitsversorgung

Der Wohnungsmarkt ist nicht so angespannt wie in Westeuropa und für Auswanderer ist es nicht schwer, eine Unterkunft zu finden. Da in der rumänischen Kultur das Verhandeln von Preisen auch auf Mietwohnungen angewendet wird, ist es empfehlenswert, entweder einen Makler zu beauftragen, der alles mit dem Vermieter abklärt.

Oder aber jemandem aus dem Bekanntenkreis, der die rumänische Sprache beherrscht, um Hilfe zu bitten. Selbiges gilt, wenn du ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen willst.

Bei einem längeren Aufenthalt in dem Land bist du verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Sie gilt auch als Bedingung, wenn du später eine Daueraufenthaltserlaubnis beantragst. Der aktuelle Beitragssatz von rund zwölf Prozent wird paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert.

Folglich bist du verpflichtet rund 6 % deines erwirtschafteten Einkommens für die Krankenkasse des Landes zu zahlen. Falls du kein Einkommen hast, musst du rund 6 % des rumänischen Mindestlohns zahlen.

Einmal versichert, kannst du kostenlos ärztliche Dienste in Anspruch nehmen.

Zudem gibt es seit 2004 private Zusatzversicherungen. Das rumänische Statistikbüro gibt an, dass solche privaten Zusatzversicherungen etwa 30 % der Gesamtausgaben für Gesundheit ausmachen.

Pro Einwohner betragen die Ausgaben für Gesundheit jährlich rund 120 Euro (im Vergleich sind es in Deutschland 2.900 Euro). Das ist preiswert, hat aber eine Kehrseite. Aufgrund der niedrigen Bezahlung im medizinischen Bereich wandern viele Ärzte aus.

Umzug nach Rumänien

Den Umzug solltest du in professionelle Hände legen, denn der Weg ist weit. Von Berlin nach Bukarest sind es geschlagene 1.700 km.

Damit wärst du fast 18 Stunden lang unterwegs. Besser du setzt dich in ein Flugzeug und überlässt die Arbeit einem Umzugsunternehmen.

Wer günstige Umzüge ins Ausland anbietet, kannst du bequem vom Computer aus recherchieren. Mach einfach einen Umzugsunternehmen Vergleich und lass dir Angebote von mehreren Firmen machen.

Achte bei der Auswahl nicht nur darauf, was das Umzugsunternehmen zu den Kosten sagt, sondern auch darauf, dass die Firma bereits internationale Umzüge absolviert hat.

Falls du nur wenige Dinge in deine neue Heimat mitnehmen willst, kann sich eine sogenannte Beiladung lohnen. Dann zahlst du die Umzugskosten nur anteilig, je nachdem wie groß deine Beiladung ist. Für den Großteil der Kosten für Umzugshelfer und Lkw zahlt dann der Hauptauftraggeber der Firma.

TippDruck dir vor einem internationalen Umzug unbedingt diese ultimative Checkliste aus. Dank der Checkliste kannst du alles abhaken, was du bereits vor der Abreise erledigt hast und behältst im Blick, was du bei der Ankunft noch erledigen musst.

Deutschland nach Rumänien als Beiladung

Deutschland nach Rumänien sind es ca. 1603 Kilometer Mögliche Zwischenstopps z.B. als Beiladung:

  • Polen
  • Tschechien
  • Östereich
  • Slowakei
  • Serbien
Zollbestimmungen beim Umzug nach Rumänien

Wenn du aus Deutschland in das Balkanland einreist (per Flugzeug oder Land), kannst du bei den typischen Dingen wie Alkohol und Zigaretten theoretisch relativ sorglos sein. Denn dafür bestehen keine Maximaleinfuhrmengen.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die rumänischen Zollbeamten dich intensiver unter die Lupe nehmen werden, wenn du jeweils mehr dabei hast als:

  • 800 Zigaretten;
  • 400 Zigarillos (jeweils max. 3 g);
  • 200 Zigarren;
  • 1 kg Tabak;
  • 10 Liter Spirituosen über 22 %;
  • 20 Liter alkoholische Getränke unter 22 %;
  • 90 Liter Wein;
  • 60 Liter Sekt;
  • 110 Liter Bier.

Diese Mengen können bei der Einreise beschlagnahmt werden, wenn der Zoll davon überzeugt ist, dass du sie kommerziell nutzen (also weiterverkaufen) willst. Ein gutes Umzugsunternehmen wird dich darauf hinweisen. Auch was die mitgeführte Bargeldmenge angeht gibt es keine Beschränkungen bei der Einreise aus der EU.

Anders sieht es bei Fleisch- und Milchprodukten aus. Hier können ab 10 kg Probleme entstehen. Beschränkungen gibt es auch bei Milchpulver für Babys, Tierfutter und Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke.

Fisch darf nur im ausgenommen Zustand und einer Menge von maximal 20 kg eingeführt werden. Geschützte Tiere und Artikel, die aus dem Fell oder Leder geschützter Tierarten bestehen, können beschlagnahmt werden.

Mach dich also mit den Zollbestimmungen beim Umzug nach Rumänien vertraut, wenn du planst, größere Mengen der hier genannten Dinge einzuführen.